İstanbul Hauptstadt der Weltreiche


İstanbul: Hauptstadt der Weltreiche

Länger als 1500 Jahre war İstanbul die Hauptstadt der römischen, byzantinischen und osmanischen Reiche.

 

Mit einem Arm in Asien und dem anderen in Europa ist İstanbul die einzige Stadt auf zwei Kontinenten. Der Bosporus führt das Wasser des Schwarzen Meeres, des Marmarameers und des Goldenen Horns durch das Herz der Stadt.

Als eine Imperial-Hauptstadt von 1500 Jahren ist İstanbul reich an Baudenkmälern, die ihre Vergangenheit wiederspiegelt

The Bosphorus

Es ist die absolute Vielfalt, die die Besucher fasziniert

İstanbul / The Maiden's Tower

İstanbul / Ortaköy Mosque

İstanbul / istiklal Avenue

İstanbul / Galata Tower

Modernes und Traditionelles Zusammen

İstanbul ist die einzige Stadt der Welt, die auf zwei Kontinenten errichtet wurde, denn ein Teil der Stadt gehört zu Asien, der andere zu Europa. Der Bosporus trägt das Wasser des Schwarzen Meeres, des Marmarameeres und des Goldenen Horns durch das Herz der Stadt. Die Geschichte dieser Metropole ist eng mit ihrer strategischen Lage und der bezaubernden Schönheit verbunden. Über 1‘500 Jahre lang war sie die Hauptstadt zweier Reiche, zunächst des Byzantinischen, dann des Osmanischen. Während dieser Zeit wurde sie zu einer entsprechend schön gestalteten Metropole, in der beeindruckende Bauwerke entstanden und verschiedene Kulturen, Völker und Religionen zusammenlebten. Diese Kulturen, Völker und Religionen sind die kleinen bunten Steine, aus denen sich das Mosaik İstanbul zusammensetzt. Ihre wichtigste Bauperiode begann im Byzantinischen Reich; im Osmanischen Reich wurde die Stadt weiter verschönert. Es ist die endlose Vielfalt İstanbuls, die die Besucher fasziniert: ihre zahllosen Museen, Kirchen, Paläste, grossen Moscheen, Basare und Naturschauplätze. Wenn Sie an der Westküste des Bosporus den Sonnenuntergang geniessen, der die gegenüberliegende Seite in ein rotes Abendlicht taucht, werden Sie sofort verstehen, weshalb sich Siedler während Jahrhunderten an diesem bemerkenswerten Ort niederliessen. In solchen Augenblicken wird deutlich, dass İstanbul tatsächlich eine der glanzvollsten Städte der Welt ist. İstanbul ist die grösste und die am weitesten entwickelte Stadt der Türkei, deren Geschichte, wie neueste Forschungen belegen,

400'000 Jahre zurückreicht. İstanbuls purpurfarbene Epoche begann im Jahre 330, als Kaiser Konstantin die Stadt zur Hauptstadt seines Reiches erklärte – Purpurrot ist die Farbe der byzantinischen Herrscherdynastie. Bis zu ihrer Eroberung durch die Osmanen im Jahre 1453 behielt İstanbul diesen Status und wurde mit zahlreichen Bauwerken geschmückt, damit sie die schönste Stadt der Welt werde. Dieses Bestreben hielt auch in den Jahren des Niedergangs des Byzantinischen Reiches an. Die in der byzantinischen Zeit herausgebildete Identität İstanbuls wurde während des Osmanischen Reiches weiter geformt. Sultan Mehmet, der Eroberer, nahm die Stadt 1453 ein und erklärte sie zur Hauptstadt des Osmanischen Reiches. In den folgenden 450 Jahren wurden in İstanbul hervorragende osmanische Bauwerke errichtet. Die Bautätigkeiten nach der Eroberung wurden während der Regentschaft von Sultan Bayezit II. intensiviert. Es begann die Zeit, in der der berühmte Baumeister Mimar Sinan als oberster Architekt des Sultans wirkte. Eine grosse Zahl von Meisterwerken dieses weltberühmten Architekten prägen die Silhouette İstanbuls. Die Osmanen waren tolerant gegenüber anderen Religionen, und sie überliessen den christlichen und jüdischen Gemeinschaften viele Orte in der Stadt, wo diese ihre Religion ungestört praktizieren konnten. Moscheen, Kirchen und Synagogen standen und stehen hier nebeneinander und sind bis heute ein in Stein geformter Beweis dafür, dass İstanbul die Stadt der Toleranz und der friedlichen Koexistenz der Religionen ist.

İstanbul / Topkapı Palace

İstanbul / Dolmabahçe Palace

İstanbul / Dolmabahçe Palace

İstanbul / Sultanahmet Mosque

İstanbul / Rumelian Fortress

Prächtige Historische Schätze

Die 1‘500 Jahre als Hauptstadt machten İstanbul reich an architektonischen Werken, die die glanzvolle Vergangenheit der Stadt wiederspiegeln. Wo man auch hinschaut, überall in der Stadt findet man Paläste, Moscheen, Kirchen, Klöster, Denkmäler, Befestigungsmauern und Ruinen sowohl aus der altrömischen als auch aus der byzantinischen und osmanischen Zeit. Im alten Stadtkern mit seinen für Sakral-, Regierungs-, Handels- und Unterhaltungszwecke errichteten Gebäuden konnten die Bürger die Sicherheit und Grosszügigkeit geniessen, welche ihnen die Herrschenden gewährten, und dabei ihre Kultur und Lebensweise bewahren. Die prächtigsten Bauten befinden sich auf der keilförmigen historischen Halbinsel, dem Dreieck mit dem Marmarameer im Süden und Osten, dem Goldenen Horn im Norden und der alten Stadtmauer im Westen. Im Herzen der Halbinsel liegt der Sultanahmet-Platz, in dessen unmittelbarer Nähe die markantesten Beispiele byzantinischer und osmanischer Baukunst zu finden sind. Lebendige Erde der Byzantiner In der byzantinischen Periode bildeten das Hippodrom und seine Umgebung den Mittelpunkt der Stadt. Der Palast war das Zentrum der Macht, die Hagia Sophia (Ayasofya) der spektakulärste Sakralbau, das Hippodrom diente der öffentlichen Unterhaltung und die Cisterna Basilika (Yerebatan Sarnıcı) stellte die Wasserversorgung des Grossteils der Stadt sicher.

Alle diese Bauten befinden sich im historischen Stadtkern. In der osmanischen Zeit wurde der Platz, auf dem das Hippodrom einst stand, zum Ort für die Beschneidungszeremonien der Söhne des Sultans. Das prächtigste noch erhaltene Bauwerk aus der Byzantinischen Zeit ist die Hagia Sophia, die als achtes Weltwunder galt. Sie wurde vor über 1‘500 Jahren errichtet und ist heute eines der grossen Wahrzeichen İstanbuls. Die Mosaiken, die zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert entstanden und nach der Umwandlung der Hagia Sophia in ein Museum freigelegt wurden, zählen zu den schönsten Beispielen byzantinischer Kunst. Auch die Chora-Kirche (Kariye-Museum) ist ein byzantinisches Baudenkmal, das für seine beeindruckenden Mosaiken und Fresken berühmt ist. Die drei wichtigsten religiösen Bauten des Judentums in İstanbul sind die Neve- Schalom-, die Ahrida- und die Aşkenazi- Synagoge. Eine wichtige Sehenswürdigkeit innerhalb des Topkapı-Palasts ist die Kammer der Heiligen Reliquien (Mukaddes Emanetler Dairesi), in der in einem goldenen Schrein der Mantel (Hırka-i Saadet) und die Standarte (Sancak-ı Şerif) des Propheten Mohammed aufbewahrt werden. Die Sultan-Ahmed-Moschee, die auch Blaue Moschee genannt wird, wurde zwischen 1609 und 1616 erbaut und beherbergt das Grabmal ihres Gründers Sultan Ahmed I. sowie eine Medrese und ein Krankenhaus.

Die Ayasofya (Hagia Sophia) wird als 8. Weltwunder angesehen

İstanbul / Ayasofya Museum

İstanbul / Ayasofya Museum

İstanbul / Basilica Cistern

İstanbul / Ayasofya Museum

İstanbul / Ayasofya Museum

Das andere Ufer

Ein weiterer interessanter Stadtteil İstanbuls ist der historische Distrikt Pera. Er liegt auf der anderen Seite des Goldenen Horns (Pera bedeutet «auf der anderen Seite»). Im 12. Jahrhundert liessen sich hier Genuesen und Venezianer nieder; der Stadtteil wurde hauptsächlich von Europäern bewohnt und repräsentierte das westliche Gesicht der Stadt. Wie kosmopolitisch das historische İstanbul war, zeigen die folgenden Gebäude: der von Genuesen erbaute Galata-Turm, die Jugendstilbauten in der İstiklal-Strasse sowie die stattlichen Gebäude ausländischer Botschaften, die hier ansässig waren, bevor Ankara Hauptstadt wurde. Die Basilika St. Antonius, ein stiller und ruhiger Ort in der İstiklal-Strasse, wird von vielen Gläubigen aller Religionen besucht. Von den Osmanen errichtete Paläste, Sommerresidenzen, Schlösser und Herrschaftssitze schmücken İstanbul bis heute. Der Yıldız- und der Dolmabahçe-Palast waren einst, neben dem Topkapı-Palast, Residenzen osmanischer Sultane. İstanbul ist ausserdem berühmt für seine eleganten, Yalı genannten Holzvillen am Ufer des Bosporus. Die historischen Bereiche von İstanbul; Das kulturelle Erbe İstanbuls ergibt sich aus seiner Situation als strategischer Zugang zu Anatolien,

Zentralasien und dem Mittleren Osten einerseits und zu Europa andererseits. Die historischen Bereiche von İstanbul, die im Jahr 1985 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurden, umfassen vier Gebiete: den archäologischen Park, die Süleymaniye-Moschee, die Zeyrek- Moschee und all die dazugehörigen Erhaltungsgebiete sowie die Stadtmauer von İstanbul. Im Evaluierungsbericht des Internationalen Rates zur Denkmalpflege ICOMOS heisst es, dass eine Liste des Weltkulturerbes ohne İstanbul mit seiner mehr als 2'000 Jahre alten Verbindung mit den weltweit bedeutendsten politischen, religiösen und künstlerischen Ereignissen nicht denkbar ist. Zu den kulturellen Besitztümern in dieser Umgebung gehören einzigartige Denkmäler und Meisterwerke der universellen Architektur. Zwei davon sind die Hagia Sophia (Ayasofya), die 532 bis 537 von Anthemios von Tralleis und Isidor von Milet erbaut wurde, und die Süleymaniye-Moschee, ein Meisterwerk des Architekten Sinan. Die 6'650 Meter lange Stadtmauer von Theodosius II. mit seiner zweiten, 447 errichteten Verteidigungslinie ist eines der herausragendsten Beispiele militärischer Architektur.

İstanbul / Spice Bazaar

İstanbul / Grand Bazaar

İstanbul / Historical Peninsula

Die Prinzeninseln, ein Archipel aus neun Inseln im Marmarameer, waren Orte des Exils für byzantinische Fürsten. Heute, in den Sommermonaten, ist es eine Möglichkeit für İstanbuler der Hektik zu entkommen, um die frische Meeresbrise dieser Inseln und die eleganten Häusern aus dem 19. Jahrhundert zu geniessen.

İstanbul / Grand Bazaar

İstanbul / Bozdoğan - Valens Aquaduct

Das Neue: Istanbul

İstanbul hat eine Entwicklung von mehreren hundert Jahren hinter sich und blickt nun, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, mit Entschlossenheit und Freude in eine neue Zukunft. Auf der Grundlage des Erbes einer glorreichen Vergangenheit ist İstanbul heute eine international ausgerichtete Stadt mit einem Finanz- und Wirtschaftszentrum, das seine Dienstleistungen in den Bereichen Bankwesen, Telekommunikation, Marketing, Ingenieurwesen und Tourismus anbietet. Internationale Konferenzen und Festivals, Messen, Modeschauen sowie Sport- und Kulturveranstaltungen verleihen dem Leben und dem Potenzial der Stadt eine neue Dimension. Für Konferenzen jeder Grösse werden zahlreiche Leistungen angeboten, sodass İstanbul im Bereich des «Kongresstourismus» zu den aktivsten Städten der Welt gehört. Die gut ausgebaute Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur sowie eine grosse Palette an mit modernster Technik ausgestatteten Unterkünften sind Teil dieses grossartigen Angebots. Zu einem Aufenthalt in İstanbul gehört unbedingt eine unvergessliche traditionelle Bootsfahrt auf dem Bosporus, der windigen Meerenge, die Europa und Asien trennt. Denn deren Ufer bieten eine reizvolle Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart, aus prächtigem Glanz und einfacher Schönheit: moderne Hotels und Yalis (Villen aus Holz), prächtige Paläste aus Marmor und rustikale Festungen aus Stein, elegante Gebäudekomplexe und kleine Fischerdörfer. Am besten lässt sich der Bosporus mit den Passagierschiffe entdecken, das regelmässig zwischen den beiden Ufern hin- und herfährt. Man geht am besten in Eminönü an Bord und legt dann abwechselnd auf der asiatischen und europäischen Seite einen Halt ein. Die preisgünstige Rundfahrt dauert etwa sechs Stunden. Wer den Bosporus in einer privateren Atmosphäre erkunden möchte, kann sich an ein Reisebüro wenden, das kurze Tages- und Nachtkreuzfahrten organisiert. Die Bootstouren führen am prächtigen Dolmabahçe-Palast vorbei, später ist der Yıldız-Palast mit seinen grünen Parkanlagen und kaiserlichen Pavillons zu sehen. Hinter den Parkanlagen direkt am Ufer des Bosporus steht der Çırağan- Palast, den Sultan Abdülaziz 1874 umgestalten liess und der heute ein Luxushotel ist. In seiner 300 m langen, kunstvoll gestalteten Marmor-Fassade spiegelt sich das unruhige Wasser des Bosporus. Der nächste Halt ist Ortaköy, wo sonntags Künstler ihre Werke auf der Strasse präsentieren und ein buntes Treiben herrscht.

Ebenfalls von Interesse sind hier die Kirche, die Moschee und die Synagoge, die seit Hunderten von Jahren nebeneinander existieren – ein Beweis für die überall in der türkischen Bevölkerung vorhandene Toleranz. Einen Kontrast zur traditionellen Architektur İstanbuls stellt die Boğaziçi-Brücke in Ortaköy dar, eine der längsten Hängebrücken der Welt, die den europäischen und asiatischen Teil der Stadt miteinander verbindet. Eine Reise entlang der Küste Gleich hinter der Brücke auf der asiatischen Seite befindet sich der schöne Beylerbeyi-Palast, hinter dem sich der Çamlıca-Hügel erhebt, der höchste Punkt İstanbuls. Der Hügel ist auch mit dem Auto zu erreichen. Von hier hat man einen grandiosen Panoramablick auf İstanbul und die hübschen Gärten. Die osmanischen Holzvillen von Arnavutköy am anderen Ufer bilden einen Kontrast zu den modernen Luxusappartements des Nachbarortes Bebek. Einige Kilometer weiter stehen die Burganlagen Rumeli Hisarı (Rumelische Festung) und Anadolu Hisarı (Anatolische Festung) wie Wachposten auf den beiden gegenüberliegenden Seiten der Wasserstrasse. Nahe der Anadolu Hisarı auf der asiatischen Seite liegt der Göksu-Palast, der auch als Küçüksu- Palast bekannt ist. Gleich hinter den beiden Festungen befindet sich die zweite den Bosporus überspannende Brücke, die Fatih-Sultan-Mehmet- Brücke. Auf der europäischen Seite eröffnet sich vom Duatepe-Hügel aus ein fantastischer Blick auf die Brücke und den Bosporus. Am Fusse des Duatepe erstreckt sich der Emirgan-Park, der im Frühjahr, wenn die Tulpen blühen, besonders reizvoll ist. Das Fischerdorf Kanlıca auf der asiatischen Seite ist heute bei wohlhabenden Bewohnern von İstanbul sehr beliebt. In seine Restaurants und Cafés kommen viele Gäste, die den berühmten Joghurt des Ortes probieren möchten. Gleich hinter Kanlıca und Çubuklu liegt das beliebte Erholungsgebiet Beykoz Korusu (Ibrahim-Paşa-Wald) mit Cafés und Restaurants, in denen Sie die reizvolle Umgebung und die frische Luft geniessen können. In der Bucht von Tarabya auf der europäischen Seite scheint es fast so, als führten die vor Anker liegenden Yachten einen Tanz auf. Eine mit Tavernen und Fischrestaurants gesäumte Küstenstrasse führt von Tarabya in die reizenden Vororte Sarıyer und Büyükdere. Sarıyer verfügt über einen der grössten Fischmärkte in İstanbul und ist überdies für seine köstlichen Milchspeisen und Böreks bekannt. Hinter Sarıyer wird der Bosporus breiter und geht in das Schwarze Meer über.

İstanbul ist ein internationales Zentrum für Kunst und Kultur mit einer reichen Tradition für Opern, Ballett und Theater, die sowohl türkischen als auch internationalen Werke inszenieren. Konzerte, Ausstellungen, Versteigerungen, Konferenzen und natürlich Museen bieten den Besuchern Unterhaltung und Kultur.

İstanbul / The Maiden's Tower

İstanbul / Ayasofya Museum

İstanbul / Beyoğlu / İstiklal Avenue

İstanbul / Bosphorus / Exreem Sailing Istanbul

Es gibt zahllose Restaurants, die viele Speisen der vielfältigen türkischen Küche anbieten

İstanbul / Boğaziçi Bridge

Haliç - Das Goldene Horn

Dieser hornförmige Meeresarm trennt den europäischen Teil İstanbuls in zwei Teile. Das goldene Horn gilt als einer der besten natürlichen Häfen der Welt, deshalb nutzen ihn sowohl die Byzantiner als auch die Osmanen für ihre Flotten und ihre Handelsschiffe. Heute befinden sich an seinen Ufern hübsche Parkanlagen und Promenaden, wo man den Sonnenuntergang geniessen kann, der das Wasser golden schimmern lässt. In den Vierteln Fener und Balat, die etwa auf halber Strecke am Golden Horn liegen, sind viele alte Holzhäuser, Kirchen und Synagogen aus der byzantinischen und der osmanischen Zeit zu sehen. In Fener hat überdies der Patriarch der orthodoxen Christen seinen Amtssitz. Das Viertel Eyüp etwas weiter oben am Horn ist wegen der zahlreichen, meist restaurierten Baudenkmäler aus der osmanischen Zeit sowie wegen des Friedhofshügels mit seinen dunklen Zypressen sehr sehenswert. Das Grab des Eyüp zieht viele Pilger an, die hoffen, dass ihre Gebete erhört werden. Das Pierre-Loti-Café auf dem Hügel oberhalb des Grabes ist ein wundervoller Ort, um einen anderen Blick auf İstanbul zu geniessen. İstanbul ist ein internationales Zentrum für Kunst und Kultur mit einer reichen Opern- und Balletttradition. Es werden Theaterstücke türkischer und internationaler Herkunft aufgeführt. Zudem gibt es Konzerte, Ausstellungen, Festivals, Auktionen, Konferenzen und selbstverständlich Museen. Seit den frühen 2000er-Jahren wurden etliche private Museen eröffnet, in denen Ausstellungen mit weltweit bedeutendsten Meisterwerken gezeigt wurden. İstanbul-Modern ist eine Dauerausstellung für moderne Kunst, die auch Wechselausstellungen und viele Werke bekannter türkischer Künstler zeigt. Santralİstanbul wartet nicht nur mit einem künstlerischen und kulturellen Angebot auf, sondern versteht sich auch als interdisziplinäre und internationale Plattform, die eine den interkulturellen Dialog begünstigende Umgebung schaffen möchte. Contemporary-İstanbul ist die einzige internationale Messe für zeitgenössische Kunst in der Türkei. Die jährliche Veranstaltung zieht Kunstliebhaber, Sammler, Galeristen und Künstler aus aller Welt an.

Das prestigeträchtigste internationale Kulturevent der Stadt sind die International Festivals, die von der İstanbul Stiftung für Kultur und Kunst organisiert werden. Ins Programm miteinbezogen werden beste Beispiele aus den Bereichen klassische Musik, Ballett, Modern Dance, Oper, Folklore, Jazz/Pop, Film, Theater und bildende Kunst, die sowohl aus der Türkei als auch aus dem Ausland kommen. Zum Festival- Programm gehören auch Seminare, Konferenzen und Vorträge. Prächtige Unterhaltungen Auch İstanbuls Angebot an leichter Unterhaltung ist breitgefächert: Neben den zahlreichen Bars, Pubs, Nachtclubs und Discos gibt es viele Restaurants, die Speisen der türkischen Küche in all ihrer Vielfalt anbieten, sowie italienische, französische, japanische, chinesische und libanesische Lokale. Eine Besonderheit sind die Meyhanes. In diesen «Weinhäusern» wird neben Wein vor allem Rakı serviert, ein alkoholisches Getränk aus Weintrauben und Anis. In den Nachtclubs kann man sich den ganzen Abend lang amüsieren. Es wird ganz unterschiedliche Musik gespielt, von türkischen Hits bis zum Bauchtanz ist alles dabei. Im Taksim-Harbiye-Viertel gibt es auch moderne Diskotheken, Kleinkunstbühnen und Jazz-Clubs. Wer einen Abend in einer ganz besonderen Umgebung verbringen möchte, geht am besten in ein Lokal, das sich in Sultanahmet in einem der restaurierten Gebäude aus der byzantinischen und osmanischen Zeit befindet. Ebenfalls einen Besuch wert ist das Kumkapı-Viertel mit seinen Tavernen, Bars und Fischrestaurants. In der Çiçek Pasajı, einer Passage in Beyoğlu, trifft man sich wie in alten Zeiten zum Essen und lässt sich die Fischgerichte schmecken. In der nahegelegenen Nevizade-Gasse gibt es die besten türkischen Spezialitäten İstanbuls und natürlich Rakı. Ortaköy am Bosporus-Ufer hat mit seinen Nachtclubs, Jazz-Clubs, Bars und ausgezeichneten Fischrestaurants das beste Nachtleben İstanbuls zu bieten. Man sollte aus İstanbul nicht abreisen, ohne einen Fisch in Eminönü probiert zu haben, die von den traditionell osmanisch gekleideten Fischern auf ihren Booten serviert werden.

Shopping

İstanbul ist ein Einkaufparadies für alle Einkaufsliebhaber. Von überdachten Basaren und Workshops, die die alten Traditionen weiterführen, zu den Einkaufszentren und Kaufhäusern, bietet İstanbul einer Vielzahl von Einkaufsmöglichkeiten. İstanbul ist ein Einkaufsparadies, das kaum Wünsche offen lässt. Die Einkaufsmöglichkeiten sind sehr vielfältig: von überdachten Basaren und Werkstätten, in denen alte Traditionen gepflegt werden, bis hin zu Kaufhäusern und modernen Einkaufszentren. Der Kapalı Çarşı (Überdachter Basar) und der Mısır Çarşısı (Gewürzbasar, Ägyptischer Basar) sind die meistbesuchten Orte in İstanbul. Kapalı Çarşı, der auf Deutsch auch Grosser Basar genannt wird, hat sich innerhalb von 250 Jahren entwickelt. Inzwischen umfasst er über 3‘000 Geschäfte, die alles Mögliche anbieten: Antiquitäten, Schmuck oder auch billige Souvenirs. Der Basar wurde von Sultan Mehmet dem Eroberer angelegt, um Geld für die Erhaltung der Ayasofya (Hagia Sophia) zu generieren. Der Mısır Çarşısı wurde ebenfalls mit dem Ziel der Erhaltung eines Bauwerks, der Yeni Cami (Neue Moschee), eröffnet. Auf beiden Basaren können Sie interessante Alternativen zu den üblichen Souvenirs und Mitbringseln entdecken. Da es sich um Händlerbasare aus der osmanischen Zeit handelt, können Sie hier noch Waren mit einem traditionellen Hintergrund finden. Auf dem Arasta Çarşısı (Arasta-Basar) hinter der Sultan- Ahmet-Moschee sowie in Sultanahmet und Umgebung werden ebenfalls authentische traditionelle Waren und kunsthandwerkliche Güter angeboten. Wer alte Bücher mag, sollte den Sahaflar Çarşısı (Buchhändlermarkt) zwischen der Beyazıt-Moschee und dem Kapalı Çarşı besuchen. Mittelpunkt der besten Marken Die Luxusläden in den Stadtteilen Taksim und Nişantaşı bilden einen starken Kontrast zum hektischen Treiben in den Basaren. Bei einem Bummel durch die edlen Boutiquen in der İstiklal-, Cumhuriyet- oder Rumeli- Strasse findet man Mode aus hochwertigen türkischen Textilien sowie besondere Stücke von einheimischen und ausländischen Designern und Marken. Auch exquisiter Schmuck sowie Designer-Handtaschen und Schuhe vom Feinsten werden hier angeboten. Wer in diesen Einkaufsstrassen nicht allzu viel Zeit verbringen möchte, geht in eines der Einkaufszentren, die unterschiedliche Marken und ein vielfältiges Warenangebot unter einem Dach vereinen. Neben angesagten Modegeschäften gibt es hier auch Möbel- und Haushaltswarenläden sowie Cafés, Restaurants und Gastronomiebereiche. Einige Einkaufszentren verfügen sogar über ein Kino und einen Bereich für die Kinderbetreuung. Auf den Prinzeninseln, einer Gruppe von neun Inseln im Marmarameer, fanden einst byzantinische Prinzen Zuflucht. Wegen der kühlen Meeresbrise und der eleganten Häuser aus dem 19. Jahrhundert kommen in den Sommermonaten viele Einwohner von İstanbul hierher. Auf Büyükada, der grössten dieser Inseln, können Sie eine Fahrt in einer Pferdekutsche (Phaeton) unter Pinienbäumen unternehmen oder sich in einer der zahlreichen kleinen Buchten am Strand entspannen.

Die anderen beliebten Inseln sind Kınalı, Sedef, Burgaz und Heybeliada. Die regelmässig verkehrende Fährschiffe verbinden die Inseln mit dem europäischen und asiatischen Festland. Im Sommer bringt eine Katamaran- Fähre (Seabus) die Gäste von Kabataş aus noch schneller zum Ziel. Ausgezeichnete Orte für alle Die langen, breiten Sandstrände von Kilyos am europäischen Ufer des Schwarzen Meeres, die 25 km von den Aussenbezirken İstanbuls entfernt sind, ziehen im Sommer zahlreiche Bewohner İstanbuls an. Der Belgrader Wald nördlich des europäischen Stadtteils ist der grösste Wald in der Umgebung von İstanbul. Die Städter nutzen ihn an den Wochenenden gerne für Familienpicknicks und Grillfeste im kühlen Schatten. Die sieben noch erhaltenen Staudämme und -seen sowie zahlreiche natürliche Wasserquellen kühlen die Luft zusätzlich. Die osmanischen Aquädukte, von denen das von Sinan im 16. Jahrhundert errichtete Moğlova-Aquädukt das imposanteste ist, verleihen der natürlichen Umgebung etwas Majestätisches. Das auf der asiatischen Seite, 25 km von İstanbul entfernt gelegene Polonezköy wurde im 19. Jahrhundert von polnischen Einwanderern gegründet. In dieser ländlichen Gegend unternehmen die Bewohner von İstanbul gerne Wanderungen und Ausritte und lassen sich die polnischen Gerichte schmecken, die von den Nachfahren der Ortsgründer angeboten werden. Das 70 km von Üsküdar entfernt gelegene Şile an der Schwarzmeerküste ist mit seinen Sandstränden, Fischrestaurants und Hotels einer der reizvollsten Ferienorte in der Nähe von İstanbul. Hier wird die bei Touristen sehr beliebte Bekleidung aus luftigem Baumwollstoff, Şile bezi genannt, hergestellt. Orte zum Ausruhen Ein besonderer Ort zum Entspannen ist Bayramoğlu-Darıca, ein Vogelparadies und ein Botanischer Garten, die 38 km von İstanbul entfernt sind. In diesem riesigen Park können Sie viele Vogelund Pflanzenarten aus aller Welt entdecken, daneben gibt es auch Restaurants und Spazierwege. Im Hafen des charmanten, südöstlich von İstanbul gelegenen Fischerorts Eskihisar befindet sich ein Anlegeplatz, wo die Segler ihre Yachten vor Anker legen, wenn sie von ihrem Tag auf dem Marmarameer zurückgekommen sind. In der Stadt selber steht das Haus von Osman Hamdi Bey, dem bedeutenden türkischen Maler des 19. Jahrhunderts, das heute als Museum genutzt wird. Sehenswerte Ziele in der Nähe sind das Grab des Hannibal zwischen Eskihisar und Gebze sowie ein byzantinisches Schloss. Viele Einwohner von İstanbul haben ein Sommerhaus in der Nähe von Silivri, einem beliebten Ferienort, der etwa 65 km von İstanbul entfernt ist. Neben den Sport- und Gesundheitsangeboten gibt es hier ein Tagungszentrum, das Geschäftsleute anzieht, die der Hektik der Stadt entfliehen wollen, um hier Arbeit und Freizeit miteinander zu verbinden. Zwischen İstanbul und Silivri verkehrt regelmässig eine Katamaran-Fähre (Seabus).