Pamukkale Land des weißen Wunders


Dieser unvergleichliche Ort versetzt seine Besucher seit jeher in Erstaunen und Bewunderung.

 

Pamukkale steht zusammen mit der antiken Stadt Hierapolis auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes und zählt heute zu den bedeutendsten Urlaubsdestinationen weltweit. Lassen Sie sich vom bezaubernden und einmaligen Anblick Pamukkales mitreissen, besuchen Sie diesen Ort und nehmen Sie unvergessliche Eindrücke von hier mit.

Denizli / Pamukkale Travertines

Denizli / Pamukkale - Hiearapolis

Denizli / Pamukkale Travertines

Denizli / Pamukkale - Hiearapolis

Denizli / Pamukkale - Hiearapolis

Denizli - Pamukkale

Die Bezeichnung „Heilige Stadt“ für die antike Stadt Hierapolis geht auf die zahlreichen Tempel und sonstigen Sakralbauten zurück, deren Überreste hier heute noch zu fi nden sind. Obwohl über die Ursprünge der Stadt nur wenig bekannt ist, weiss man, dass ihr Name auf die Amazonen-Königin Hiera zurückgeht. Sie war die Frau des Telephos, der der Sage nach der Gründer der Stadt Pergamon ist. Hierapolis wurde zur Zeit des Pergamonkönigs Eumenes II. im 2. Jahrhundert v. Chr. errichtet. Dieser König ist als der Erbauer des weltbekannten Pergamonaltars in die Geschichte eingegangen.

Die Stadt Hierapolis entwickelte sich bis zu einem Erdbeben im Jahre 60 n. Chr. (in der Zeit des römischen Kaisers Nero) nach hellenischem Vorbild. Nach ihrer weitreichenden Zerstörung durch das Erdbeben wurde sie im typischen Stil antiker römischer Städte wieder aufgebaut. Nach der römischen Epoche war Hierapolis auch unter den Byzantinern eine wichtige Reichsmetropole. Diese Bedeutung verdankte die Stadt nicht zuletzt dem Umstand, dass hier der Heilige Phillippus im Jahre 80 n. Chr. ermordet wurde und die Stadt sich ab dem 4. Jahrhundert n. Chr. zu einem wichtigen Zentrum des Christentums entwickelte. Gegen Ende des 12. Jahrhunderts eroberten die Türken die prächtige Stadt. Sie konnte ihren historischen Kern und ihr Erbe als eine Thermalstadt weitgehend bewahren.

Denizli / Pamukkale - Hiearapolis

Denizli / Laodikeia Ancient City

Denizli / Pamukkale - Hiearapolis

Denizli / Pamukkale - Hiearapolis

Denizli / Pamukkale - Hiearapolis

Pamukkales eindrucksvollste Orte, die Sie unbedingt besuchen sollten

Von Weitem machen die Travertin-Terrassen von Pamukkale den Eindruck, die Wolken hätten sich hier versammelt, um sich von ihrer anstrengenden Reise am Himmelszelt zu erholen oder es handle sich um mit weiss schillernden Schneekristallen bedeckte Bergterrassen. Je näher man diesem Naturschauspiel kommt, desto genauer erkennt man, dass über die scheinbar schneebedeckten Flächen Wasser strömt. Erst wenn man das Wasser und den schimmernden Travertin berührt, bemerkt man, was für eine besondere Erfahrung damit verbunden ist. Lassen Sie uns das Geheimnis dieser natürlichen Schönheit, der wir diese Erfahrung verdanken, gemeinsam lüften. Die Plateaus aus weissem Travertin, auf denen man barfuss im warmen Wasser der Thermalquelle waten kann, sind die eigentlichen Highlights dieses Naturwunders. Travertin ist ein vielseitiges Felsgestein, das durch chemische Reaktionen und durch Ablagerungen aus einem Zusammenspiel vieler Einfl üsse gebildet wird. Die geologischen Gegebenheiten, die die Thermalquelle von Pamukkale hervorbrachten, beeinfl ussten ein weitläufi ges Gebiet. In dieser Region gibt es insgesamt 17 Thermalquellen mit Wassertemperaturen von 35 bis 100 °C. Pamukkale stellt nur eine Einheit dieses weitläufi gen Systems von Thermalquellen der Region dar. Sie wird seit der Antike genutzt und spendet den Menschen seit Jahrhunderten Heilung.

Nachdem das Wasser der Quelle entsprungen ist, gelangt es über einen 320 Meter langen Kanal zum Sockel des Travertinplateaus und ergiesst sich von hier aus auf die 60-70 Meter in die Tiefe abfallenden Felsterrassen. Dabei legt es eine Strecke von 240- 300 Metern zurück. Das Wasser, das an der Quelle 35,6 °C warm ist, verfügt über einen hohen Gehalt an Calciumhydrogencarbonat. Sobald das Wasser mit dem Sauerstoff in der Luft in Berührung kommt, entstehen Kohlenmonoxyd- und Kohlendioxydgase und das zurückbleibende Calciumcarbonat setzt sich am Boden ab und bildet so den Travertin. Das Calciumcarbonat, das sich in den kleinen Senken und an deren Rändern ablagert, hat zunächst eine gelartige Konsistenz. Mit der Zeit härtet es aus und verwandelt sich in das Travertingestein. Wenn Besucher die noch weichen Calciumkarbonatschichten begehen, werden diese mit dem Wasser weggeschwemmt. Um eine solche Beeinträchtigung zu vermindern, werden die Terrassen heute nach einem festen Programm mit dem Thermalwasser überspült. Übermässiges und lang anhaltendes Bewässern führt zur Algenbildung und daher zur Verunreinigung des Travertingesteins. Bei der Entstehung der weissen Farbe spielen die klimatischen Bedingungen, der Temperaturverlust und der Faktor Zeit eine wichtige Rolle.

Direkt ins Blaue, antike Bauwerke spiegeln die Kunst der antiken Welt wider

Denizli / Pamukkale - Hiearapolis

Hierapolis wird aufgrund der zahlreichen Tempel und Sakralbauten auch als „heilige Stadt“ bezeichnet.

Denizli / Pamukkale - Hiearapolis

Der Geographen der Antike, Strabon, und Ptolemaios haben überliefert, dass Hierapolis, das in der Nähe der Städte Laodikeia und Tripolis an der Grenze zu Karien liegt, eine phrygische Stadt war.

Denizli / Pamukkale - Hiearapolis

Forschern zufolge reicht die Siedlungsgeschichte der Stadt in eine Zeit zurück, in der der Göttin Kybele gehuldigt wurde – damals hiess sie noch nicht Hierapolis.

Denizli / Pamukkale - Hiearapolis

Denizli / Pamukkale - Hiearapolis

Die antike Stadt Pamukkale-Hierapolis

Die antike Stadt Hierapolis, die am Ursprung dieser den Menschen von der Natur geschenkten Thermalquelle gegründet wurde, weist in gleichem Masse ein reichhaltiges natürliches und historisches Erbe auf. Die nur 20 Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Denizli gelegene historische Stätte versetzt mit ihren zahlreichen Bauten und Kunstwerken, die archäologische Grabungen ans Tageslicht gebracht haben, ihre Besucher ins Erstaunen. Die folgenden Worte des archäologischen Grabungsleiters Prof. Francesco D’Andria bringen die Schönheit von Hierapolis vortreffl ich zum Ausdruck:

„Die Stadt Pamukkale verdankt ihren Namen – er bedeutet „Baumwollburg“ – den weissen Kalkablagerungen, die von den heissen Thermalquellen stammen. Die Reisenden des 18. Jahrhunderts nannten diesen Ort Pambouk-Burg und meinten damit die Tausenden von Sarkophagen, die über die Ebene verteilt sind. In dieser atemberaubenden Lage befi nden sich die Überreste einer der antiken Städte Anatoliens, der heiligen Stadt Phrygia Hierapolis’. Ausgrabungsund Restaurationsarbeiten in den vergangenen Jahren haben die Spuren eines der berühmtesten Siedlungszentren Kleinasiens ans Tageslicht gefördert. Über eine Million Besucher, die jedes Jahr hierher kommen, möchten die Pracht entdecken, von der einst der Schriftsteller Aelius Aristides in seiner „Rede auf Rom“ (2. Jh. n. Chr.) sagte: ‚Das gesamte Reich ist mit Gymnasien, Quellen, Tempeln, Werkstätten und Schulen übersät...seine Städte glänzen in prachtvoller Schönheit.‘“

Denizli / Pamukkale - Hiearapolis

Denizli / Pamukkale - Hiearapolis

Denizli / Pamukkale - Hiearapolis

Denizli / Pamukkale - Hiearapolis

Denizli / Pamukkale - Hiearapolis

Werden Sie Zeuge der prachtvollen Baukunst von Hierapolis

Frontinus-Strasse; Diese äusserst prachtvolle Strasse (aus dem 1. Jh. n. Chr.) war die Hauptstrasse der Stadt und ist 14 Meter breit. Eine Besonderheit der Strasse ist das mit Monolithen abgedeckte Abwassersystem, das sich unter ihr befi ndet. In der einst bedeutenden Handelsstadt säumten Geschäfte, Lager- und Wohnhäuser beidseitig diese Strasse – auf einem 170 Meter langen Abschnitt, der bis zum Byzantinischen Tor reichte.

Agora-der Marktplatz; Dieses Areal mit Wohnhäusern, Werkstätten und der Nekropole der Stadt wurde nach dem verheerenden Erdbeben im Jahre 60 n. Chr. neu gestaltet und entwickelte sich zur Agora, dem Zentrum von Kultur und Handel von Hierapolis. Bei Ausgrabungen wurden runde Brennkammern und Keramiköfen sowie Gefässe mit Reliefdarstellungen (2./1. Jh. v. Chr.) entdeckt. Mit ihren Massen von 170 Metern Breite und 280 Metern Länge zählt die Agora von Hierapolis zu den grössten in Kleinasien. Heute ist dieser Platz, der durch wissenschaftliche Ausgrabungen wieder ans Tageslicht gebracht wurde, ein beliebtes Ziel interessierter Besucher.

Denizli / Pamukkale Travertines

Denizli / Pamukkale Travertines

Die Heilkraft der Thermen unterstützt nicht nur Gesundheit, sondern öffnet auch Ihren Geist

Denizli / Pamukkale - Hiearapolis / Antique Pool

Die Quellen, die zur Entstehung der Travertin-Terrassen geführt haben, verhalfen Pamukkale zu einer wichtigen und einzigartigen Stellung im Thermaltourismus

Denizli / Pamukkale - Hiearapolis / Antique Pool

Spüren Sie die heilende Wirkung der Thermalquellen von Pamukkale

Die Gegend um Pamukkale verfügt dank der Thermalquellen der Ebene Çürüksu (Lycos) über eine besondere Beschaffenheit. Seit Jahrtausenden nutzen die Menschen diese Thermalquellen, um Genesung zu fi nden. Zu diesem Zweck wurden funktionelle und gleichermassen prächtige Badekomplexe errichtet. Die Thermalquellen von Hierapolis waren in der römischen Zeit in ganz Kleinasien als wichtige Badestätten bekannt, so dass Kranke aus allen Regionen hierher kamen, um Heilung zu fi nden. Mit den Heilquellen entwickelte sich die Stadt zu einem Zentrum, in dem sich die Heilung suchenden Besucher vorübergehend oder längerfristig einquartieren konnten. In der römischen Nekropole befi nden sich zahlreiche Gräber von Besuchern der Stadt, die von ausserhalb hierher kamen und bis an ihr Lebensende hier blieben. Die Thermalquellen waren in der Antike zudem Veranstaltungsort für religiöse Zeremonien und Volksfestivals. Wichtige Staatsmänner und reiche Kaufl eute wählten diesen Ort, um sich von ihren Leiden kurieren zu lassen. Untersuchungen haben ergeben, dass die Besucher von Priestern und Heilern behandelt wurden.

Unter den bis heute erhaltenen historischen Gebäuden, die zu diesem Zweck errichtet wurden, sind das Nympheum und das Römische Bad als besonders prächtige zu nennen. In den aus den Thermalquellen gespeisten Bädern inmitten der geschichtsträchtigen Bauten ein Bad zu nehmen, ist ein unvergessliches Erlebnis. Der Kalk, der im Wasser gelöst ist, das sich seinen Weg durch das Karstgestein an die Oberfl äche gebahnt hat, setzt sich durch Verdampfen und durch das Freisetzen des Kohlendioxyds am Boden ab. Dadurch entsteht das meistens weisse, wie Baumwolle wirkende Tuffgestein, das die Travertin-Terrassen hervorgebracht hat, für die Pamukkale so berühmt ist. Die heilsame Wirkung der Thermalquellen von Pamukkale wurde bereits in der Frühzeit entdeckt; erst Jahrhunderte später wurde sie von wissenschaftlichen Untersuchungen belegt. Als Teil des UNESCO-Weltkulturerbes unterliegt Pamukkale heute besonderem Schutz. Mit seinen Thermalquellen bietet es seinen Besuchern zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten. Nach einer ärztlichen Untersuchung werden den Patienten je nach Gesundheitszustand Wasserkuren empfohlen, die gegen Arterienverkalkung, Kreislaufstörungen,Rheuma, Rachitis,Haut-, Augenund Nervenkrankheiten angewendet werden. Zur innerlichen Anwendung empfohlen wird es lauwarm getrunken zur Behandlung von Magenkrämpfen, zur Entschlackung, bei Infekten und Nierensteinen.